Die sanfte und grüne Normandie und die raue Bretagne. Zwei unterschiedliche Landschaften auch in ihrer mittelalterliche Geschichte.
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Wir starten die Fahrt nach Reims unserem ersten Standort. Reims liegt in der Champagne und deshalb gibt es zum Abendessen auch erst einmal dazu ein Glas Champagner. Am nächsten Tag besuchen wir vormittags die Kathedrale Notre Dame von Reims. In der Kathedrale, die UNESCO Weltkulturerbe ist, wurden einst die französischen Könige gekrönt. Ein Denkmal vor der Kathedrale erinnert uns an das Treffen zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen Präsidenten Charles de Gaulle am 8. Juli 1962 in der Kathedrale von Reims. Es war ein historischer Meilenstein der deutsch-französischen Versöhnung. Heute ist sie ein UNESCO Weltkulturerbe in der früher die französischen Könige gekrönt wurden.
Rouen ist die Hauptstadt der Normandie. Hier wurde einst die Nationalheilige Jeanne d’Arc hingerichtet. Am Place du Vieux-Marche besichtigen wir die Kirche namens Jeanne d’Arc, die zu Ehren der Nationalheiligen erbaut wurde. Sie steht an der Stelle, an der die Hinrichtung stattgefunden hatte. Sie liegt direkt gegenüber der gotischen Kathedrale, die vom Impressionisten Monet oft auf seinen Bildern zu sehen ist.
Honfleur hat eine sehr interessante Holzkirche namens Ste.Catherine. Diese Kirche steht zwischen schönen alten Häusern, an denen wir entlang gehen. Danach geht es zu einem Calvados Produzenten. Während wir diesen Calvados probieren erfahren wir viel über die Herstellung. Am Ende des Tages treffen wir in Trouville-Deauville ein.
Dieser Doppelort ist mit seinem riesigen Strand der Lieblingstreffpunkt der Pariser, wenn es um ein paar erholsame Tage geht.
Es ist eines der berühmtesten Bauwerke Frankreichs und das Wahrzeichen der Normandie. Der Bau des Benediktinerklosters begann ab 1017 als eine Karolinger Kirche, dessen Erdgeschoss als Fundament-Krypta der darüber erbauten Abtei-Kirche erhalten ist. Durch die Porte de L’Avancee über die grande rue geht es den Klosterberg hinauf. Hier oben an der Abtei Mont-Sant-Michel schauen wir während der Ebbe über hunderte Meter bis zum Meer weit draußen in Richtung England. Am nächsten Morgen schauten wir uns von unserem Hotel aus die Insel jetzt mitten in der Flut noch einmal an und bekommen einen Eindruck über die gewaltigen Ausmaße zwischen den Gezeiten. Mitten im morgendlichen Bodennebel ragt die Spitze der Abtei vor uns empor.
Jetzt verlassen wir die Normandie und erreichen die Bretagne und damit Saint-Malo. Die Altstadt ist von hohen Granitmauern umgeben und war einst eine Hochburg für Freibeuter (vom König gebilligte Piraten). Wir besichtigen die Kathedrale von Saint-Malo im Zentrum der Altstadt. Sie wurde im romanischen und gotischen Stil erbaut und besitzt Buntglasfenster mit Darstellungen der Stadtgeschichte. Unser Ziel an diesem Tag ist Ploubazlanec. Wir haben hier einen direkten Blick auf die Insel Ile de Brehat. Täglich fahren hier Schiffe vom Festland rüber zur Insel. Beim Übergang von der Ebbe zur Flut sehen wir mit Erstaunen, wie die Zuwege zum Schiff in den Wellen verschwinden. Wir brechen zu einer Wanderung auf. Die traumhafte Rosengranitküste mit ihren riesigen Steinformationen durchqueren wir am Vormittag. Mit etwas Fantasie zeigen uns die Steinformationen den Hut von Napolion oder einen Elefanten und vieles mehr. Nach einem kleinen Snack nach der Wanderung geht unsere Reise weiter mit dem Ziel Quimper.
Fachwerkhäuser mit Blumenschmuck und eine Kathedrale mit schiefem Chor, so präsentiert sich Quimper vor unseren Augen. Wir besuchen einen typischen Wochenmarkt und stellen uns ein paar schmackhafte Dinge für unser Picknick zusammen. Danach geht es auf zu einem Fußmarsch an die Spitze der Bretagne, an den Pointe du Raz mit seinem Leuchtturm. Abends machen wir noch eine Tour durch die Altstadt von Quimper. Nicht weit von hier ist Concarneau. Natürlich haben wir einen Kaffee in dem Lieblingscafe des Kommissars getrunken, bevor wir aufbrechen und durch die Stadt und den Jachthafen gehen. Aber obwohl wir mit offenen Augen durch die Stadt gehen, haben wir Kommissar Dupin nicht gesehen.
Seit 7000 Jahren stehen diese Steine in der Nähe der Stadt Carnac. Die Spekulationen über diese Steine sind vielfältig, aber nicht gesichert. Auf jeden Fall sind sie sehenswert und erstaunlich. Hinkelsteine, fachsprachlich Menhire genannt, sind prähistorische, tonnenschwere Monolithen der Megalithkultur, die vor 4.000 bis 7.000 Jahren aufgerichtet wurden. Im nahegelegenen Wäldchen machen wir es uns mit einem Picknick gemütlich und lassen uns die Geschichten von Obelix durch den Kopf gehen, der einen Hinkelstein in seinem Steinbruch fertigte und mit sich herum trägt. Am Nachmittag haben wir eine kleine Schulung. Wie geht Austernzucht. Das erklärt uns ein Austernzüchter, der uns hinterher zu einem reichhaltigen Austernschmaus und einem Glas Weißwein in seinem Garten einlädt.
Nachdem wir uns die Kathedrale von Le Mans angesehen haben, geht die Fahrt weiter nach Chartres. Wir steigen hier in einem Hotel ab, dessen Zimmerausstattung dem Namen alle Ehre macht. Hotel Grand Monarque. In Chartres wartet riesige Kathedrale auf uns, die mit ihren kunstvollen Fenstern die Innenräume in vielfarbige Lichtermeere tauchen. Am Abend finden wir uns zum Essen in unserem Hotel dem Grand Monarque ein und bestellen unser Essen aus der Karte des Restaurants. Die Gerichte, die uns serviert werden, zeigen uns, dass die Küche echt einen Michelin Stern wert ist. Am nächsten Morgen geht die Fahrt weiter nach Nancy. Wir besichtigen hier das Schloss Vaux-le-Vicomte. 1661 veranstaltete Nicolas Fouquet, der zu dieser Zeit französischer Finanzminister war zu Ehren von König Ludwig XIV, ein opulentes Fest mit 6.000 erlesenen Gästen. Fouquet erbaute das Schloss wohl als Machtdarstellung gegen den französischen König. Die Architektur und die Ausstattung des Schlosses können tatsächlich mit Schloss Fontainebleau mithalten. Am Abend nach dem Abschlussessen machen wir uns noch auf den Weg in die Innenstadt zum Place Stanislas. Dort sehen wir bei einem Glas Bier kunstvolle Video-Projektionen, die die dort stehenden mittelalterlichen Häuserfassaden in kunstvolle Farben und Filme tauchen.